CINEMArvelous: Die Schöne und das Biest

Filmkritik – Die Schöne und das Biest

Zum Leben erweckt

Die Real-Verfilmung „Die Schöne und das Biest“ von Bill Condon basiert auf Disney´s Zeichentrick-Musical von 1991 und reichert die Originalgeschichte lediglich an ohne sie zu verändern.
Die schöne Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem etwas verschrobenen Vater Maurice (Kevin Kline) in einem kleinen, engstirnigen Dorf in Frankreich. In der Nähe befindet sich ein verwunschenes Schloss. Im Prolog wird erzählt, dass es sich vor einigen Jahren dort begab, dass eine fiese, alte Schrulle eines Abends um Unterkunft bat und der Hausherr (Dan Stevens) sie abwies.  Die Frau warnte ihn sich nicht von ihrem Äußeren täuschen zu lassen und bot ihm im Gegenzug eine rote Rose an, doch der Prinz blieb eisern und die hässliche Zauberin verwandelte sich in eine wunderschöne, junge Fee. Als Strafe für seine Kaltherzigkeit belegte sie das Schloss mit samt all seiner Bewohner mit einem Fluch: Der gutaussehende Prinz verwandelte sich in ein furchteinflößendes Biest und sein Personal in Gegenstände wie Uhren, Kerzenständer und Porzellan. Sollte er es schaffen für jemanden Liebe zu empfinden und dessen Liebe ebenfalls zu gewinnen, bevor das letzte Blütenblatt der Rose verwelkt, wird der Bann gebrochen sein. Sollte er es nicht schaffen wird der Zauber nie wieder rückgängig gemacht werden können und jeder seine Lebendigkeit verlieren.
Durch den Zauber erinnert sich niemand mehr an ihre Existenz und so geht das Leben im Dorf weiter, während das Schloss und seine Bewohner in Vergessenheit geraten sind.
Maurice, der als Erfinder sein Geld verdient, macht sich eines Tages mit seinem treuen Pferd Phillipe auf den Weg zu einem Markt, um dort etwas zu verkaufen. Hierbei führt ihn der Weg durch einen dunklen Wald, indem er von einem Rudel Wölfe angegriffen wird. In seiner Not flieht er in das verzauberte Schloss und bekommt schon bald das Gefühl, dass etwas Unheimliches vor sich geht. Erschrocken stolpert er nach draußen und entdeckt auf seiner Flucht eine Rosenranke. Seine Tochter Belle wünscht sich bei jeder seiner Reisen eine Rose von ihm und so pflückt er eine der Blumen im Schlossgarten. Das Biest, sichtlich unerfreut über den Diebstahl, sperrt Maurice dafür in den Kerker. Sein Pferd Philiipe schafft es zu fliehen und reitet geradewegs nach Hause. Belle merkt sofort, dass etwas nicht stimmen kann und lässt sich von Phillipe zu ihrem Vater reiten, um dort seinen Platz einzunehmen.  Den Schlossbewohnern ist schnell klar, dass sie „die Eine“ sein könnte, die den Bann bricht und so setzen der Kerzenständer „Lumiére“, die Uhr „Herr von Unruh“ und die Teekanne „Madame Pottine“ , alles daran, dass Belle erkennt, dass der Herr gar nicht so ein schlechter Kerl ist, wie er zu sein scheint. Unterdessen ist Maurice zurück im Dorf, wo er die Bewohner um Hilfe bittet seine Belle zu retten, doch niemand glaubt ihm. Einzig der eitle, narzisstische Gaston (Luke Evans), der Belle unbedingt zu seiner Frau nehmen möchte, weil sie die Schönste im Dorf ist und sein treuer Begleiter LeFou (Josh Gad) glauben ihm und ziehen mit ihm los, um sie zu retten. Niemand ahnt, dass Belle bereits auf dem besten Weg ist sich in das Biest zu verlieben.

Erwachsen geworden

Ich stand dem Film erst skeptisch gegenüber, die Filmplakate ließen die Figuren etwas düster wirken und ich befürchtete, die Geschichte könnte schauderhafte Züge bekommen haben, doch die Charaktere bekommen lediglich ein erwachsenes, prunkvolles Aussehen, während sie im ursprünglichen Zeichentrick verspielt und niedlich gezeichnet sind. Sie bekommen auch dadurch mehr Tiefe, dass sie mit Hintergrundgeschichten angereichert werden. So wird in der Neuauflage Belles Vergangenheit und der Tod der Mutter thematisiert, die an der Pest gestorben ist. Maurice ist nicht nur ein verrückter Erfinder, der in seiner eigenen Welt lebt, sondern ein liebender Ehemann, der nie über den Verlust seiner Frau hinweg gekommen ist. Auch die Kindheit des biestigen Prinzen wird etwas näher beleuchtet und gezeigt wie er so kaltherzig werden konnte.  Die Hexe darf sich darüber freuen, nicht nur Schlüsselfigur im Prolog zu sein.
Die Soundtracks von 1991 wie „Unsere Stadt“, „Die Schöne und das Biest“ und „Sei hier Gast“ und „Gaston“  sind mit ihrem Originaltext erhalten geblieben und so fühlt sich jeder Fan musikalisch sofort in heimischen Gewässern und darf sich sogar über weitere Lieder freuen. Nicht nur die Figuren sind ihren Vorlagen entsprungen und zum Leben erweckt, auch die Kulissen sind originalgetreu in die Realität umgesetzt worden.

Starbesetzung

In den Hauptrollen sind Emma Watson und Dan Stevens zu sehen. Während Dan Stevens wie die Wirklichwerdung seiner Zeichentrickvorlage aussieht, war ich von Emma Watson als Wahl der Belle zuerst nicht überzeugt. Belle hat im Original eine weiche und gutmütige Ausstrahlung, während Emma Watson sehr markante, starke Gesichtszüge hat. Allerdings muss ich sagen, dass es Belles selbstsicheren, furchtlosen Charakter unterstreicht und nehme meine Zweifel zurück. Luke Evans ist die Figur des Gaston wie auf den Leib geschnitten und auch Josh Gad stellt den anhänglichen, treudoofen LeFou authentisch dar.
Zum Ende des Films darf man sich auf ein Wiedersehen mit vielen Lieblingsdarstellern freuen. Nachdem das letzte Blatt der Rose gefallen ist und alle Bewohner dramatisch leblos erstarren, der Atem kurz anhält, wendet sich endlich alles zum Guten: Alle verwandeln sich zurück in Menschen und fallen sich in die Arme. Wir freuen uns mit Emma Thompson, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Audra McDonald und vielen mehr, wir lachen mit Ian McKellen, der lieber wieder eine Standuhr sein würde, als wieder mit seiner Frau zusammen zu leben.

Kritik

Die Verfilmung machte Schlagzeilen dadurch, dass  der Film „Homopropaganda“ enthalten würde und daher sollte er in eigenen Teilen der Welt verboten bzw. zensiert werden. Ich war selber erst erschrocken darüber, dass ein Disneyfilm etwas Sexuelles (unabhängig davon, ob homosexuell oder nicht) offen thematisieren würde, denn für mich hatte Disney immer etwas Unschuldiges, Reines. Im Kino wartete ich allerdings vergeblich auf eine offensichtliche (homo)sexuelle Szene, die sich mir aufdrängt.
Tatsächlich himmelt LeFou seinen „Freund“ Gaston an, das ist aber nichts Neues. LeFou´s Charakter bewundert und verehrt Gaston bereits seit 1991. Er steht ihm immer treu ergeben zur Seite und lässt sich vor seinen Karren spannen. Und so trällert er ihm zu Ehren das Lied „Gaston“ in ihrem Wirtshaus. Auch das ist nichts Neues. Das sich LeFou in der Neufassung dazu etwas „weich“ gibt und räkelt finde ich mehr amüsant als es schlimm finden zu können.
Nach der Verwandlung am Ende des Films wird ein rauschendes Fest gefeiert und gemeinsam getanzt. Für den Bruchteil einer Sekunde sieht man LeFou mit einem anderen Mann tanzen (ich persönlich habe diese Szene beim Eintunken meiner Nachos in Sauce sogar verpasst) und finde das nicht mal im Ansatz protestwürdig.
Es wird im Film auch nicht erwähnt, dass LeFou homosexuelle Gefühle empfindet, es lässt sich nur interpretieren, wenn man dazu fähig ist. Für Kinder ist also nicht zwingend eindeutig, dass das Ganze überhaupt etwas bedeuten könnte. Viel eindeutigere (und anzüglicher) Witze oder Kommentare gibt es seit ewigen Zeiten in Filmen oder Serien, die Kinder trotzdem gefahrenlos schauen können, weil sie sie nicht verstehen. Und ich sehe auch hier keinen Grund diesen Film für Kinder zu verbieten oder sich von dieser Szene gestört zu fühlen, weil dort einfach nur zwei Menschen miteinander tanzen und das ist völlig in Ordnung!

Und die Moral von der Geschicht‘

Aus „Die Schöne und das Biest“ können Kinder wie Erwachsene höchstens etwas lernen und zwar:
  1. Nichts ist wie es scheint!
  2. Der Charakter ist entscheidend und nicht das Aussehen!
  3. Menschen sind alle gleich!
  4. Intoleranz ist genauso kleingeistig, wie es die Bewohner in Belle´s Dorf sind!Hier findet Ihr die Szene im Wirtshaus: https://www.youtube.com/watch?v=t5RuUcPTmdg

    Quellenangabe:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/die-schoene-und-das-biest-der-erste-disney-film-mit-einer-schwulen-figur/19477750.html

    https://www.musikexpress.de/die-schoene-und-das-biest-schwulenhasser-rufen-zum-boykott-des-films-auf-761059/

 

 

 

99 Problems: HAUSraster #3

Streichparty deluxe

Ich müsste ehrlich gesagt mal schauen, wie viel qm2 Wand dieses Haus hat, aber in anderen Maßeinheiten ausgedrückt – in Tagen, in Farbeimern, in Muskelschmerzen, in Schweiß – weiß ich es sehr wohl.

Für die Innenarbeiten unseres Eigenheims waren Männer und Frauen in zwei Chaoskommando-Einsatztrupps eingeteilt:
Auf der einen Seite: DIE MÄNNER: Für das fachmännische Spachteln und Schleifen der Wände zuständig.

Auf der anderen Seite: DIE FRAUEN: Für das Grundieren und Streichen der Wände verantwortlich.

Ich war noch nie die große Streicherin und habe lieber meinen Freunden eine Farbrolle in die Hand gedrückt. Beim Eigenheim sieht es allerdings so aus, dass man am Ende selber ein Stück geleistet haben will, also organisierte ich mir tolle Helferinnen und mit Sekt, den Backstreet Boys und Männergeschichten hatte das ganze seinen Charme.

Zwei Etagen, viel zu hohe Wände und drei Anstriche standen vor uns.
Zuerst wurde alles mit fieser, spritzender, klebrigen Grundierung eingedeckt, damit die Wände die Farbe nicht unterschiedlich stark aufsaugen würde und es fleckig werden könnte. Danach kam die weiße Farbe flächendeckend auf Decken und Wände und als letztes dann „der Feinschliff“. So wie die Männer mit ihren Arbeiten fertig wurden, konnten wir die Räume entsprechend weiterbearbeiten. In manchen Tagen lief das ganze schleppend und wir kamen nur in Etappen weiter. Praktisch täglich schlüpfte ich in meine Streichklamotten, die schon so sehr mit Farbflecken verziert waren, dass es fraglich war, ob ich überhaupt jemals die Wand getroffen haben. Das Streichen hatte etwas Meditatives, an Abenden, an denen ich alleine mit meiner Flasche Bier und meiner Playlist in den kahlen Räumen stand, hatte ich genug Zeit das Leben zu reflektieren und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Trotz aller dem wünschte ich mir nach einigen Tagen nur endlich fertig zu werden – die Finger taten einem weh, die Haut war schon ganz rissig, die Nackenschmerzen wurden immer grausamer und ich hatte keine Lust mehr auf die Farbreste in meinen Haaren.

Die größte Hölle war das „Über-Kopf-Streichen“ der Decken.
Nachdem wir die hohen Wände in den ersten Tagen noch mit Selbstbau „Holzstab“ strichen, auf die wir die Farbrolle steckten, die immer wieder abfiel, hatten wir mit der Zeit echte Teleskopstangen – edel geht die Welt zu Grunde – jedoch machte es das Streichen der Decken nicht bequemer.
Während die Decken in den Schlafzimmern bereits fertig waren, musste im Erdgeschoß alles noch gespachtelt werden. Unsere Helfer gaben nämlich leider vorher auf und so mussten wir eine Firma dafür beauftragen. Ein Bekannter empfahl uns einen polnischen Trupp – die Männer waren schnell, leisteten gute Arbeit, waren zuvorkommend, sprachen nur leider kein Deutsch.

Ich hatte mir den Endgegner „Wohn,- Ess,- Küchenbereich“ bis zum Schluß aufgehoben. Die Räume sind offen zu einander und demnach eine durchgehende Deckenfläche. Um genug Zeit zu haben dies in einem ordentlichen Durchgang fertig zu machen, nahm ich mir einen Tag frei und fuhr auf die Baustelle.
Einer der Arbeiter war bereits morgens da, um noch Feinheiten fertig zu machen.
Ich schnappte mir sofort meine Malerausrüstung und legte hochprofessionell los.
Mittlerweile hatte ich so viel Übung, dass mir wirklich niemand mehr was vormachen konnte. Pah!

Nach den ersten Bahnen weißer Farbe und Erblindung durch das viele „Ausversehen-in-die-Glühbirne starren“ durchfuhr mich ein Schreck. „Ach du leev Marie! Hat überhaupt jemand grundiert, wenn ich es nicht war?“

Völkerverständigung

Ich ließ sofort alles fallen und rannte zu Alex, dem freundlichen Polen, blieb nur die Frage wie ich mich ihm mitteile. „Kann ich schon streichen?“ – „He?“ – „Streichen? Wände?“ – Er legte seine Arbeit nieder und folgte mir. Ich zeigte auf die Wand und machte mit meinem Arm die klassische „Rolle-hin-und-her-schwingen-Bewegung“. „Aaaaah“, ging Alex das Lämpchen auf. „Tak, tak, streichen“, sagte er.
Ich verstand das als Zustimmung, nahm aber zur Sicherheit noch meinen Telefonjoker und rief meinen Mann an. Der versicherte mir, dass besprochen ist, alles streichfertig zu spachteln und deshalb von unserer Seite nicht mehr grundiert werden muss. Ich sollte mir also keine Sorgen machen.
Gott sei Dank hatte ich mich nochmal rückversichert, jetzt konnte ich beruhigt weiter machen.

Alex, der mittlerweile auf meine Arbeit aufmerksam geworden war, gesellte sich zu mir und schien fasziniert davon zu sein, dass ich „selbst-ist-die-Frau“ unsere Streich-Arbeiten ganz alleine ausführte. Und ich konnte ihn verstehen, ich fühlte mich auch ganz, ganz toll.
Bis …., ja bis Alex anfing mir zu erklären, was ich nicht alles falsch machte.
Er schüttelte den Kopf, nahm mir meine Farbrolle aus der Hand und sagte: „Guck du, Farbe non-stop, Farbe non-stop“ und führte mir seine Fachkenntnisse vor.

Aha! Also dann versuch ich das auch mal so.
Ich machte es ihm gleich und wieder „Nein, nein, non-stop-Farbe, non-stop-Farbe“. Er nahm sich wieder die Farbrolle und machte es mir noch einmal vor. „Gut, das Gleiche habe ich doch gerade auch gemacht, aber ist ok!“, dachte ich mir.

Versuch 2 und wieder machte ich alles so wie er es mir gezeigt hatte. „Nein, nein, non-stop-Farbe“ – „Ahaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, was willst duuuuuuuu von mir, verdammt“, bekam ich einen mittelschweren innerlichen Ausraster und beruhigte mich damit, dass er es ja nur gut meinte. Bis ich endlich von dem Live-Tutorial erlöst wurde, dauerte es noch sechs weitere Lerneinheiten und ich hatte bis zum Schluß keine Ahnung was der gute Mann eigentlich von mir wollte. Wir verblieben also so, dass er das Esszimmer noch zu Ende streichen würde und ich dann das Wohnzimmer mache. Ja, alles klar! Hauptsache ich habe dann in meinen eigenen vier Wänden wieder meine Ruhe. By the way: Die Pause war eigentlich gar nicht verkehrt! Warum eine Nackenstarre fördern, wenn man eine leckere Weizenkaltschale trinken kann? Eben!

Alex bekam derweilen einen Anruf auf seinem Handy, womit ich die Chance hatte, meine Farbe wieder zu erobern und weiter zu streichen. Während er hin und her spazierte, strich ich schon beinahe fröhlich unsere Wohnzimmerdecke. Es war Parcour-Streichen, da überall in dem Raum Werkzeug und Materialien rumstanden.
Als ich mich in den letzten Zügen befand – die Glücksgefühle in mir nicht mehr zu unterdrücken waren, dass das alles gleich ein Ende hat – 11 Farbeimer, 9 Räume und 3 Wochen später –  schaute mich Alex kritisch an.

„Was ist denn nun schon wieder“, wunderte ich mich und wartete irritiert was er jetzt sagen würde.

Wie sagt man „Danke für Gar Nichts“ auf polnisch?

„Eigentlich nichts gut“, sagte er verkniffen. „Eigentlich erst Grund!“
„Grund?“
„Tak! Erst Grund, dann Farbe!“
„Du meinst Grundierung?“, fragte ich sicherheitshalber, während mein Blutdruck stieg.
„Tak!“, sagte der nette Alex.

Ich zählte bis 10, um nicht in Tränen auszubrechen oder etwas gegen meine frischgestrichenen Wände zu schmeißen.
Konnte es sein Ernst sein, dass er stundenlang sah, dass ich meine Wände strich und mir sogar dabei half – mitstrich – die Wände mitstrich – selber diese Wände strich und nachdem draußen bereits die Sonne unterging und ich praktisch fertig war, mit dieser glorreichen Feststellung um die Ecke kam?

Genau in diesem Moment drehte sich ein Schlüssel im Haustürschloss um und mein Göttergatte betrat den Raum.
„Schatz, weißt du was mir Alex gerade mitteilte? Diese Decken sind nicht grundiert worden“
Daraufhin antwortet mir mein Liebster achselzuckend und wenig beeindruckt: „Ja, hättest du ihn besser vorher nochmal gefragt“!“

Na danke, Dziekuje!

 

 

 

 

„Nique“-Kunst ab sofort bei CookiesLife

CookiesLife wird ab sofort durch „Nique“ bereichert. Die aufstrebende Künstlerin wird in ihrer Heimat Koblenz bereits als Geheimtipp gehandelt. Wir dürfen uns nun darüber freuen, dass unser Blog von ihren Fotografien geschmückt wird und außerdem auch regelmäßig ihre neusten Werke vorstellen.

Wer mehr über „Nique“ erfahren und von ihr sehen möchte, findet sie hier: https://www.facebook.com/NiqueArts/

Gerne leiten wir Eure anfragen auch weiter. Schreibt uns an CookiesLife@gmx.de

Original vs. Remake (2): Affentheater

Ein lesenswerter Artikel über das Remake von King Kong im Vergleich zum Original. Affenstark und fundiert!

Ma-Go Filmtipps

KK

Einleitung:

Es ist Zeit für den zweiten Kampf Original vs. Remake! Und wobeim letzten Mal gruselige, kleine Mädchen angetreten sind, kloppen sich diesmal nicht minder gruselige, gigantische Affen!

In der schwarz-weißen Ecke, Jahrgang 1933, mit den Trainern Cooper und Schoedsack, aus Hollywood, Kalifornien:

King Kong und die weiße Frau

(Im Ring steht natürlich nur Kong)

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In der bunten Ecke, Jahrgang 2005, mit Trainer Peter Jackson, aus Wellington, Neuseeland:

King Kong

King Kong

Als Ringrichter fungieren auch heute wieder Ma-Go und der Filmlichter.

Genau genommen stammen beide Affen natürlich von einer Südseeinsel, auf der einige Tiere zu extremer Größe heranwachsen und außerdem normal große Dinosaurier überlebt haben. Biologisch ist das mit einer besonderen Expression des seltenen „Spektakel“-Genclusters zu erklären, der… einen Moment, die Affen sind aus ihren Ecken verschwunden! Wo sind sie? Ah Teenie-Kong vollführt an der Deckenkonstruktion unserer absurd hohen Halle einarmige Klimmzüge, um eine Dame im Publikum zu…

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Lifestyle: Was haben „Chris Pine“ und „der Toni“ gemeinsam?

Das „KVARTIER“ in Bremen hat wieder einmal seine ausgezeichneten Geschmacksnerven und Kreativität unter Beweis gestellt und gleich zwei Eigenkreationen auf die Cocktailkarte gebracht.

Während Chris Pine das weibliche Publikum von Star Trek in die Höhe trieb, ist der Cocktail mindestens genauso zucker und verlockend wie sein Namensgeber.

„Chris Pine“

4 cl Vodka

2 cl Ananassirup

2 cl Grenadinesirup

2 cl Zitronensaft

10 cl Orangensaft

Alle Zutaten mit Eiswürfeln im Shaker shaken und danach in ein Cocktailglas geben. Mit einem Stück Ananas, Ananasblatt und Cocktailkirsche dekorieren.

„Der Toni“ – für alle Gin-Liebhaber, die es erfrischend und süß mögen und denen Tonic zu bitter ist.

1 halbe Limette (Ich persönlich genieße ihn mit Zitrone)

2 Barlöffel Rohrzucker

4 cl Gin

2 cl Zitronensaft

Ginger Ale

Die Limette achteln und direkt im Cocktailglas mit dem Stamper zerdrücken.  Rohrzucker, Gin, Zitronensaft und Eiswürfel hinzugeben. Das Glas mit Ginger Ale auffüllen und umrühren. Mit einer Limettenscheibe und Minze dekorieren.

Auf Euch!

Was sind Eure Lieblingsrezepte? Welche Spirituose hättet Ihr gerne individuell gemixt? Schickt uns Eure Anregungen 🙂

CINEMArvelous: La La Land

Wie hat Euch der Film gefallen? Was fandet Ihr gut und was hat Euch gestört? Wir freuen uns über anregende Diskussionen unter echten Film-Fans 🙂

Filmkritik „La La Land“ (Vorsicht Spoileralarm!)

 

Zusammenfassung

„La La Land“ erzählt die Geschichte von der jungen Mia (Emma Stone) und dem Jazzliebhaber Sebastian (Ryan Gosling), die beide in L.A. ihr Glück suchen.

Mia ist mit einer großen Liebe zum Film ausgestattet und ihr Traum ist es selber endlich den Durchbruch als Schauspielerin zu schaffen. Voller Bewunderung klebt ihr Blick an einer, im Stile ehemaliger Hollywood-Ikonen-gekleideten Schauspielerin, die bei ihr einen Kaffee auf dem Warner Bros.-Gelände holt. Mia und ihr Kollege bewundern ihre Etikette, als sie darauf besteht den Kaffee zu zahlen, der ihr aufs Haus angeboten wird.

Sebastian träumt davon einen eigenen Jazz-Club, wie in Zeiten von Louis Armstrong, Miles Davis und Ella Fitzgerald zu eröffnen. Bis dahin verdient er sich sein Geld mit Gelegenheitsjobs als Pianist oder Keyboarder, die er mehr widerwillig in Kauf nimmt. In seinem Herzen spielt seine eigene Melodie, die er nicht lange unterdrücken kann. Als talentierter Klavierspieler kann er spielen was von ihm verlangt wird, ob es klassische Weihnachtslieder sind oder New-Wave Songs wie „I ran“, aber seine Leidenschaft bekommt er nicht unterdrückt, weswegen er seinen Job in einem Restaurant dann auch verliert, da er sich nicht an die Setlist hält.

Mia hangelt sich zur gleichen Zeit erfolglos von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch und es zeigt sich, dass Hollywood gar nicht so glanzvoll ist, sondern durchaus trostlos sein kann, wenn man beim Vorsprechen Leistung bringt, um sich seinen Traum zu erfüllen, aber ein Sandwich oder Anruf für den Casting Director wichtiger ist.

Beide fühlen die Leere in sich mehr vom Leben zu wollen und einfach dort nicht anzukommen.

Mia und Sebastian laufen sich im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder zufällig über den Weg und was mit Neckereien beginnt, endet in einer großen Liebe. Sie schweben praktisch auf Wolken, die Welt ist ihre Bühne und die Anderen nur Statisten. Sie nehmen sich was sie wollen, geradezu wie Kinder, die noch nicht wissen, dass alles im Leben Konsequenzen hat.

Doch Mia möchte ihrem Traum näherkommen und auch Sebastian möchte nicht mehr auf der Stelle treten. Die Realität holt sie ein und eine mürbe Zeit beginnt, in denen die Beziehung auf die Probe gestellt wird. Sebastian schlägt Mia vor etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und so schreibt sie voller Elan ihr eigenes Drehbuch für ein Solo-Theaterstück. Sebastian nimmt unterdessen einen Job in der Band „The Messengers“ an, um regelmäßige Einnahmen zu haben. Zu Anfang freut er sich darüber, da er dem Jazz nachgehen kann, muss dann aber feststellen, dass es eine Crossover-Band ist, die Klassische mit neuen modernen Elementen verbindet.

Mia und Sebastian müssen bald lernen, dass die Liebe und die Erfüllung eines Lebenstraums nicht immer Hand in Hand gehen und stehen vor der Entscheidung das Eine für das Andere opfern zu müssen.

 

Filmbewertung 

Sebastian wird von seinem ehemaligen Schulkameraden und Band-Leader Keith (John Legend) in einer Szene belehrt, dass „Jazz Fortschritt bedeutet und er nicht fortschrittlich sein kann, wenn er an Altem festhält und der Jazz somit ausstirbt“. Genau das versucht Regisseur Damien Chazelle mit La La Land. Er transportiert ein Musical wie in den „guten, alten Zeiten“ in die Moderne und versucht es so dem jüngeren Publikum näher zu bringen, damit diese Art des Filmemachens nicht aussterben muss.

Das Filmmusical beginnt mit einem Regenbogen an Tänzern und Sängern, die den tristen Stau mit „Another Day of Sun“ wegtanzen. Die zauberhaften Kulissen und Kostüme, die einmal quer durch die Farbpalette gezogen wurden, ziehen das Publikum mit der ersten Szene direkt in eine Traumwelt. Diese blättert allerdings im Laufe des Films ab und in der zweiten Hälfte verschwindet die anfängliche Leichtigkeit und mit ihr verstummt auch der Gesang.

Mit Soundtracks wie „Start a Fire“, „The Fools Who Dream“ und “City of Stars” ist der Ohrwurm garantiert und auch der Dialogwitz sorgt für einige Lacher.

 

Warum der Film für mich nicht funktioniert hat

Wenn es nicht so geistlos wäre, würde ich persönlich sagen der Film ist so lala.

[…]so ist „La La Land“ ein Film, der vor allem unheimlich glücklich und dabei auch ein wenig nachdenklich macht.[…], heißt es auf Filmstarts.de und ich kann zustimmen, dass er nachdenklich macht: Lohnt es sich an einem Traum festzuhalten? Was ist der Preis dafür und was würde man dafür aufgeben? Und wenn Emma Stone melancholisch und voller Herzblut „The fools who dream“ singt, dann erreicht sie sicher eine Reflexion im Publikum, aber dass der Film glücklich macht, kann ich nicht behaupten.

Vielleicht ist aber nicht der Film schuld, sondern viel mehr der Trailer, denn dieser versprach einen fröhlichen, bunten Film voller Leichtigkeit und Endorphinen. Wer den Trailer gesehen hat, kennt die Szene als Mia mit Weltschmerz in den Augen im Eingang des Restaurants steht, in dem Sebastian gerade gefeuert wird. Sie geht ein paar Schritte auf ihn zu, beginnt ihren Satz und Sebastian packt sie und küsst sie völlig unverhofft und mit diesem Augenblick startet ein Trailer voller romantischer und gute Laune-verbreitender Szenenausschnitte.

Im Kino sieht man diese Szene kommen, freut sich erwartungsvoll auf den Kuss, das Herz hüpft und dann … rempelt Sebastian Mia nur mit der Schulter im Vorbeigehen an und man selber schaut sich fragend um: >>Was?<<

Ich gehe gerne ins Kino, um mich dort zu verlieben…. In die Filmwelt, in die Darsteller, in die Geschichte. Also ja, Ich, sowie tausende von Frauen da draußen suchen  große Augenblicke und noch großartigere Gefühle auf der Leinwand und genau das habe ich mir von „La La Land“ erhofft und erwartet, dass man voller Power und Motivation alles erreichen zu können aus dem Kino geht.

Ich war von einer Story seit “Into the woods” nicht mehr so enttäuscht.

Allzu oft passiert es auch im wirklichen Leben, dass die Liebe und der Alltag nicht vereinbar sind. Wie viele Menschen haben die Liebe für etwas aufgegeben und weinen heute dieser Liebe nach? Und wie viele haben ihre Träume aufgegeben und bereuen es bis heute.

Musikalischer Grundpfeiler ist das Klavierstück „Mia & Sebastian Theme“, dass auch Sebastian zu Ende des Films noch einmal spielt, während dazu eine Traumsequenz abläuft.

Ich denke, einige von uns kennen das Gefühl bei einem bestimmten Lied ganz gedankenversunken zu werden, vielleicht etwas wehmütig, weil man sich an etwas Vergangenes und Verlorenes erinnert und aus Erfahrung lässt sich sagen, es ist nichts Romantisches daran.

Wie hat Euch der Film gefallen? Was fandet Ihr gut und was hat Euch gestört? Wir freuen uns über anregende Diskussionen unter echten Film-Fans 🙂

 

99 Problems: HAUSraster #2

Mein Ehemann, unser Fernseher und ich

Der Tag des Umzugs ist gekommen. Ein ganzes Team an Freunden ist für 9 Uhr bestellt. Kaffee und Croissants organisiert. Überpünktlich hält ein weißer Van -der Mann für’s Wesentliche- die Satellitenschüssel! „Das Wichtigste ist doch, dass der Fernseher läuft!“, zwinkert er hochmotiviert. Und er hat Recht. Wenn man auch mitten im Chaos leben wird, ist alles wieder gut, wenn man ins Bett gekuschelt Fernsehen schauen kann. Während im Laufe des Tages immer wieder ein Umzugswagen zwischen Wohnung und Haus hinundher fährt, um Möbel und angesammelten Stuss abzuholen, geht ein Umzugshelfer schnurstracks ins Wohnzimmer. „Ich pack das Wichtigste ein!“, sagt er, während er den Fernseher bruchsicher macht und danach in sein Auto bringt. Ich fühle mich doch glatt gesegnet so viele tolle Helfer zu haben, die es verstehen Prioritäten zu setzen. 12 Stunden, eine Pizzalieferung und ein Kasten Bier später sitze ich völlig erschöpft auf dem Bett, überglücklich die erste Nacht in unserem neuen Haus zu schlafen. Schnell noch die DVD-Box der Lieblingsserie ausgepackt, Bier und Chips in Reichweite und >>Play <<…DVD hängt…tief durchatmen, entspannt bleiben… DVD raus, sauber machen, DVD rein und Neustart… DVD hängt…DVD raus, DVD sauber machen, DVD rein uuuund >>Play <<… DVD häääängt!!!…DVD raus, DVD rein, DVD hängt… tief durchatmen, bis 10 zählen und innerlich kurz ausrasten. Na ja, Gott sei Dank ist ja der Fernseher einsatzbereit, dann muss also einfach Sky herhalten und die Serie warten. Ich schalte also um, das Bild bleibt schwarz, der Receiver reagiert nicht. Also, wieder aufstehen und checken was denn diesmal das Problem ist…Receiver eingesteckt, Fernseher eingesteckt, Fernbedienung in Takt… aha, das Verbindungskabel zwischen Fernseher und Receiver fehlt.

„Schaaaaaaatz, das Kabel für den Receiver fehlt. Wo ist das?“

„Nicht da!“

„Und wieso nicht??“

„Weil wir keins da haben!“

„Und wieso haben wir keins da???“

„Weil wir dann eins kaufen müssen!“

„Wie haben wir es denn vorher gemacht????“

„Wir hatten ein Kabel!“

„Aha, und wo ist DIESES Kabel dann jetzt?????“, zu dieser Zeit hängt sein Leben bereits am seidenen Faden

„Das Kabel ist in der Wohnung!“

Man hört das Geräusch, das ein Faden macht, wenn er reißt….“ ist es dein Ernst, dass wir eine Satellitenschüssel als erste Tat des Tages montieren lassen, den Fernseher in Position bringen, dafür dass der Hausherr glaubt, das Kabel wäre verschwendeter Platz?“

„Ja“, tönt es lakonisch während er auf sein Handy starrt.

Willkommen zu Hause!

Welche Erfahrungen habt Ihr beim Hausbau gemacht? Was hat Euch zur Weißglut getrieben? Teilt es mit uns, wir freuen uns über Eure Kommentare!

 

 

Lifestyle: Cocktail „Super-Saiya-GIN“

Egal wo man hinschaut, der Gin ist voll im Trend und von den Getränkekarten nicht mehr wegzudenken, aber der Wacholderschnaps kann mehr als nur „Gin Tonic“ sein- er ist auch Bestandteil vieler Cocktails, wie beispielsweise dem klassischen Martini.

Heute habe ich für Euch ein absolutes Geheimrezept. Die Kreation kommt aus dem Hause „KVARTIER“ im Bremer Viertel und haut einen direkt vom Hocker. Kein Wunder also, dass er sich „Super-saiya-GIN“ nennen darf.

Rezept:

6 cl Gin
2 cl Likör 43
2 cl Cointreau
2 cl Hirschrüdel Likör (alternativ Jägermeister)
100 ml Sauvignon Blanc
100 ml Orangensaft

Mit Eis shaken und anschließend ins Glas abseihen und mit Basilikum dekorieren.

Lasst es Euch schmecken. Cheers!

Wie genießt Ihr Euren Gin? Einfach als Longdrink oder als geschmacksexplosiven Cocktail? Schreibt uns!

CINEMArvelous: John Wick – Kapitel 2

Filmkritik: John Wick – Kapitel 2 (Vorsicht: Spoiler-Alarm)

Nachdem John Wick (Keanu Reeves) im ersten Teil Rache für seinen Hund und seinen Mustang nimmt, wird der Zuschauer bei „Kapitel 2“ sofort durch eine Verfolgungsjagd in den Film gezogen (Mustang-Fans müssen an dieser Stelle ganz ganz stark sein) .In der nächsten Szene wird der Zuschauer durch ein Gespräch dazu abgeholt, was beim letzten Mal geschehen ist und was John Wick legendär und gefürchtet zu gleich macht.

John Wick hat sich mittlerweile zur Ruhe gesetzt und wird von einem ehemaligen Kollegen, Santino D´Antonio (Riccardo Scamarcio), aufgesucht, weil er diesem durch einen damaligen Blutschwur einen Gefallen schuldig ist. Nachdem John Wick dessen Unterstützung ablehnt, zwingt er „den Geist“ zurück auf die Bühne, indem er sein Haus bis auf die Grundmauern nieder brennt. Winston (Ian McShane), der Besitzer der Continental-Hotels bestätigt John Wick, dass es nur einen Weg gibt sich frei zu kaufen – er muss die Schuld begleichen und den Gefallen erweisen.

Der 123-minütige Actionfilm erzählt die Geschichte von John Wick´s Wiederkehr in das Netzwerk der Auftragskiller mit einer Ladung geballter Actionszenen, die sich nur gelegentlich durch (an einigen Stellen zu ausgedehnte) Dialoge entspannen. Jedes Mal wenn der Zuschauer gerade damit beschäftigt war den Gesprächen zu folgen, nimmt der Film neue Fahrt auf. Die Kampfszenen sind fantastisch choreographiert und es wirkt wie ein dynamischer Tanz um Leben und Tod, bei dem sich jeder perfekt an die Schrittfolge hält. Einige Duelle, beispielsweise zwischen Wick und Cassian (Common) wirken dabei gerade so, als würden sich die Rivalen nur foppen und bei Niederlage nicht mit ihrem Leben bezahlen. Dabei schafft es Regisseur Chad Stahelski die spektakulären Kulissen als Teil der Handlung einzusetzen und beides miteinander zu verschmelzen. Als Bühne dienen hierzu das antike und von Eleganz geprägte Rom sowie das moderne und schnelllebige New York. Durch die bedachte Auswahl der Schauplätze sowie die Sprache schafft es der Film das schmutzige Geschäft des Blutvergießens auf ein elegantes Niveau zu heben und baut dabei den Humor so subtil in die Handlung und Rethorik ein, dass man immer wieder lachen muss und Sympathie zu den Charakteren, sowohl Protagonisten als auch Antagonisten, aufbaut.

Mein persönliches Fazit

Ich persönlich finde es tut dem Film keinen Abriss, dass die Charaktere nicht bis in die letzte Zelle entwickelt sind. Im wirklichen Leben sind Menschen so komplex (mich eingeschlossen), dass ich der realen Welt gerne ins Kino entfliehen und mich dort aufs Wesentliche fokussiere – der Story. Diese muss auch nicht zwingend realistisch sein, sondern eben eine gute Story. Charaktere, die man schnell einschätzen kann und die einen dabei nicht überfordern sind hierfür genau das Richtige.

Mit Schauspielern wie Keanu Reeves, Laurence Fishburne (den ich im Laufe meiner Gastronomiekarriere einmal bedienen durfte), Ian McShane, John Leguizamo uvm. Ist „John Wick- Kapitel 2“ ein Aufgebot der Stars.

Wer sich wie ich beim ersten TeiI gut amüsiert hat (mal abgesehen davon, dass der Welpe stirbt), wird sich auch vom zweiten Teil gut unterhalten fühlen. Und das Ende lässt alle Fans auf eine weitere Rückkehr von Keanu Reeves hoffen.

In diesem Sinne, denkt immer an die zwei goldenen Regeln:

  • Ein Blutschwur muss beglichen werden und
  • Keine Geschäfte auf dem Boden der Continental-Hotels

Hier findet Ihr ein Interview mit Keanu Reeves zum Film: http://www.n-tv.de/leute/film/John-Wick-2-La-La-Land-in-Boese-article19690498.html

Wie hat Euch der Film gefallen? Was fandet Ihr gut und was hat Euch gestört? Wir freuen uns über anregende Diskussionen unter echten Film-Fans 🙂

99 Problems: HAUSraster #1

Als die Holztreppe ihre Jungfräulichkeit verlor

Dieser Moment, wenn du 1 Woche in deinem neugebauten, frisch gestrichenen Haus wohnst, das noch voller Kartons steht und du beschließt etwas auf den Dachboden zu stellen…. du nimmst den Stab zum Öffnen der Klapptür, legst ihn auf einem Stapel Fliesen ab und im nächsten Augenblick drehst du dich erschrocken von einem knallenden Geräusch um… und kannst nur noch zuschauen wie dieser weiße Stab jede einzelne Stufe der neuen, dunkelbraunen Holztreppe lautstark runterkracht, als würde er es genießen dir Schmerzen zuzufügen. Jetzt lebe ich nicht nur in meinem Traumhaus, sondern ich teile es mir mit drei hässlichen, tiefen Kratern von Kratzern. Welcome home!

Welche Erfahrungen habt Ihr beim Hausbau gemacht? Was hat Euch zur Weißglut getrieben? Teilt es mit uns, wir freuen uns über Eure Kommentare!